Die Reihe 97 der kkStB 


Diese Lokomotiven wurden über einen sehr langen Zeitraum, nämlich von 1878 bis 1911 beschafft. Am Bau beteiligt waren die Lokomotivfabriken Wr.-Neustadt, Floridsdorf, Krauss/Linz, StEG und BMMF. Bedingt durch den langen Beschaffungszeitraum ergaben sich Abweichungen in der Bauart. Zu erkennen war dies z.B. am Führerhaus, den Sandkästen oder den Ventilen. Das besondere Merkmal dieser Lokomotiven waren die niedrige Kessellage und die bis ans Ende der Rauchkammer vorgezogenen Wasserkästen. Wegen ihres Aussehens erhielten sie den Spitznamen "Kaffemühle".

Hergestellt wurden insgesamt 227 Lokomotiven. Sie hatten ein einfaches Zweizylinder Nassdampf Triebwerk und eine Dienstmasse von 29 t, spätere Ausführungen 30,6 t. Ihre Höchstgeschwindigkeit war 40 km/h bei einer Leistung von 230 kW. Die kleinen Maschinen waren überall im Reich im Einsatz, nicht nur bei der kkStB, sondern unter anderem auch bei der Dalmatiner Staatsbahn, der Galizischen Transversalbahn, der Staatsbahn Mürzzuschlag-Neuberg. Auch die Südbahn hatte drei Stück auf der von ihr betrieblich geführten Lokalbahn Unterdrauburg-Wolfsberg als Reihe 100 im Dienst.

Nach dem Ende des 1. Weltkriegs verblieb die größte Anzahl von ihnen in der Tschechoslowakei (Reihe 310.0), Polen (TKh12), Italien (Gruppe 822), Jugoslawien (Reihe 150) und Rumänien. Allein die CSD erhielt 133 Stück. Bei der BBÖ verblieben lediglich 31 , von denen noch 19 durch die DRB übernommen wurden. 16 Lokomotiven verblieben nach 1945 als Reihe 89 bei der ÖBB die sie bis 1958 ausmusterten. Eine von ihnen erhielt erprobungsweise sogar einen Giesl-Flachejektor! Mit der 310.097, die in Bratislava beheimatet war, endete der Einsatz dieser Reihe 1968 in der Tschechoslowakei. Die große Anzahl von 15 Maschinen, die zum Teil noch betriebsfähig sind, ist erhalten geblieben. Ein Bild dieser Reihe folgt in Kürze.

 

The class 97 was built over a long period, between 1878 and 1911, by all locomotive works of Austria. During this time some changes of construction were made, for example drivers cab, safety valves. They were not only in service for the kkStB, but also for many private owned branchlines. Their typical attribute were the long water tanks and the low boiler. Therefore they got the nickname “Coffeemill”.

 

All in all 227 locomotives were built with a two cylinder wet steam engine. The weight was 29t (later versions 30,6t), their maximum speed was 40 km/h. They were not only in service for the kkStB, but also the “Dalmatiner Staatsbahn”, “Galizische Transversalbahn” and the k.k.priv.Südbahngesellschaft (class 100).

 

After the end of WW I most locomotives of this class remained in Czechoslovakia (class 310.0), Poland (class TKh 12) Italy (group 822), Yugoslavia (class 150) and Romania. Only 31 came into service for the BBÖ. After WW II 16 locomotives were used by the ÖBB and withdrawn until 1958. The end of this famous class came in 1968, when the CSD retired the 310.97 (depot Bratislawa). Still 15 engines are preserved, some of them in a working condition. A picture of this class will follow soon.



Verfügbarkeit: demnächst verfügbar


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