
K.P.E.V. EP 209/210 Breslau, E49.00 der DRB
Im Jahr 1911 ließ sich die Königlich Preußische Eisenbahn Verwaltung mehrere Angebote und Entwürfe für die geplante Elektrifizierung der Strecken der KED Breslau vorlegen. Ein Entwurf kam von den BEW (Bergmann Elektrizitätswerken) für eine 1´D1´Lokomotive mit einem großen Motor und Parallelkurbelantrieb, sowie einer 1´B+B1´Doppellokomotive. Der Antrieb der Doppellokomotive sollte mit zwei kleineren Fahrmotoren und Zahnradgetriebe mit Blindwelle erfolgen. In den folgenden Jahren wurde die Bestellung ständig geändert, da zwischenzeitlich sowohl positive, als auch negative Erfahrungen mit verschiedenen Bau- uns Antriebsformen gemacht wurden. 1913 bestellte man schließlich die EP 235 und 13 Doppelloks EP 209/210 bis EP 233/234 Breslau mit der Achsfolge 2´B+B1´. Die EP 235 wurde erst 1917 fertiggestellt, von der Serie der Doppellokomotiven gingen 1922/23 (!) nur noch die EP 209/210 und EP 211/212 Breslau in Betrieb. Die Bestellung der restlichen Doppellokomotiven wurde dahingehend geändert, dass nunmehr elf 2´D1´Maschinen (EP 236 bis 246 Breslau) geliefert wurden.
In den Vorbauten Der EP 209/210 und EP 211/212 waren auf der einen Seite der Trockentransformator (2´B Seite) und auf der anderen der Dampfkessel für die Zugheizung, sowie ein Kohlenbunker und seitliche Wasserkästen untergebracht. Die Aufbauten bestanden aus Stahlblech, im Bereich der Führerstände ein stahlblechverkleidetes Holzgerippe. Die Lokomotiven waren zur Zeit der Indienststellung bereits völlig veraltet. Sie waren zwar in der Lage, die geforderten Lasten problemlos zu bewältigen, allerdings waren die Laufeigenschaften mehr als schlecht. Ein übriges tat die dürftige Verarbeitung und die minderwertigen Materialien, die kriegsbedingt beim Bau zum Einsatz kamen. Zusätzlich gab es immer wieder Probleme mit den Leitungsverbindungen zwischen den beiden Lokteilen und dem Kardanantrieb der Bürstenverstellung. Aus diesen Gründen waren beide Maschinen häufig abgestellt. Bereits 1925 wurde die EP 209/210 ausgemustert. Ihre Schwesterlok stationierte die Deutsche Reichsbahn nach Magdeburg-Rothensee um. 1926 erhielt sie noch die Baureihenbezeichnung E 49.00 . Am 5.Juli 1929 wurde jedoch auch sie ausgemustert.
KPEV class EP 209/210 Breslau
In 1911 the Royal Prussian Railway Administration KPEV checked several projects for the electrification of their Silesian network. Two projects for a 2-8-2 with single motor and a 2-4-4-4 double-engine were offered through BEW Berlin. In 1913 finally an order for 13 locomotives class EP 209/210 to 233/234 "Breslau" and 11 4-8-2 locomotives class EP 235 to 246 "Breslau" was placed. Because of WWI only the EP 235 was finally completed in 1917 and two of the double engines entered service in 1922/23 (!). The two EP 209/210 and 211/212 engines were complete out of date. Because of the minor fabrication quality caused through WWI they caused a lot of trouble and costs and could not be found in service very often. Therefore the EP 209/210 was already withdrawn in 1925. The EP 211/212 followed in in 1929 after she was renumbered into class E 49.00.
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Feb. 05 bay. S3/5